| Neben dem Tourismus war der Sonnenberg viele Jahre Rohstoff-Lieferant: Die Braunkohle am Sonnenberg wurde um 1830 entdeckt und danach durch immer wieder wechselnde Eigentümer mit unterschiedlichem Erfolg kommerziell abgebaut.
Im Renggloch entstand ein eigentliches Kohlebergwerk. In der Blütezeit arbeiteten täglich zwischen 40 und 50 Arbeiter in den Stollen. Ihre Arbeitsschichten dauerten 10 Stunden pro Tag.
Im Berg drin wurde zum Abbau der Kohleschichten ein verzweigtes Stollennetz von rund 5 Kilometern Länge erstellt. Von der Aufbereitungsanlage beim Renggloch ist heute allerdings nichts mehr zu sehen. Von den Stollen sind nur noch kurze Strecken erhalten, aus Sicherheitsgründen aber nicht öffentlich zugänglich. Der Grossteil der Stollen wurde durch die Erosion des Sandsteins zugeschwemmt.
An gewissen Orten zeugen Geländevertiefungen noch von den einstigen Kohlevorkommen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Braunkohle-Abbau am Sonnenberg eingestellt. Insgesamt waren am Sonnenberg fast 21'000 Tonnen Braunkohle gefördert worden.
Indstriekultur in Kriens: Wasserbauten, Bergbau, Fabriken, Siedlungen zwischen Pilatus und Sonnenberg
Fr. 38.-. Autoren: Hans-Peter Bärtschi, Viola Müller, lvo Pfister. Verlag: Brunner Kriens 1999. Bezug im Buchhandel.
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